Sauberkeit in der Nacht

Vorstellung und Diskussion über Therapieformen und Behandlungsmöglichkeiten, z.B. Logopädie, Ergotherapie, Sensorische Integration, Heilpädagogisches Reiten, Scotson-Massage etc.

Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon emmi » Sa 28. Nov 2015, 21:18

Hallo Alle,

ich möchte hiermit ein scheinbares Tabuthema versuchen zu brechen. Mamas reden ja nicht darüber, wenn ihre Kinder nachts einnässen. Somit habe ich das Gefühl ich bin die Einzige.

Ich habe mit meinem Sohn, dank dem Sauberkeitstraining, dass ich in einem anderem Beitrag beschrieben habe, die Tagessauberkeit ganz toll geschafft, ABER ...

... in der Nacht schaut das ganz anders aus. :-( Wie habt ihr bzw. bekommt ihr die Nächte in den Griff?

Mein Kleiner ist 6,5 Jahre (Autismus Spektrumsstörung), mein Großer 9 (kein Autismus) und noch immer sind beide in der Nacht (täglich!!!) nass.

Wisst ihr von Kindern, die auch dafür lange gebraucht haben und dann doch sauber geworden sind? Von selber?

danke
lg
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon Nora » So 29. Nov 2015, 17:58

Ja!
Freundin von mir, beide Mädchen; bei der einen hat es bis 10 gedauert. Bei der anderen bis 8. Waren auch beim Arzt deswegen. Der hat gesagt, dass in einer durchschnittlichen Vomksschulklasse 2-3 Kinder sitzen, die nachts noch nicht trocken sind. Es ist einfach eine Reifungssache.
Wie man damit umgeht, ist die Frage wie störend es für das Kknd bzw. die Familie ist. Die eine Tochter wollte dann schon dringend trocken sein (Übernachtungspartys etc.). Da hat sie ein Hormonpräparat genommen. Das hat kurz geholfen, dann haben sie es abgesetzt und es war wieder vorbei. Dann haben sie abgewartet und es ist von selber besser geworden. B3i der jüngeren haben sie dann gleich abgewartet und es ist auch von selbst weg gegangen.
Bei einem Sohn einer anderen Freundin haben sie - auf seinen Wunsch ein Training mit Klingelhose gemacht. Hat auch funktioniert (aber da war er auch schon 10, also vielleicht hätte es von selbst auch ).
Es gibt in Wien da eine Spezialambulanz, die sich damit beschäftigen.
Wenn mir der Name einfällt, dann schreib ich noch.

Also, Ihr seid ganz sicher nicht allein mit dem Thema!
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon Nora » So 29. Nov 2015, 18:01

Nein, keine Ambulanz...
Club Mondkind heisst das , was ich meine. Schaus dir mal an, vielleicht ist was hilfreiches dabei!
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon emmi » So 29. Nov 2015, 20:37

Liebe Nora,

herzlich Dank, das gibt wieder Mut.

Meine Jungs leiden nicht sichtlich darunter, ich kann auch gut damit leben ;). Ich gebe jetzt einfach wieder beiden Windeln, denn das tägliche Bettwaschen ging an meine Substanz (neben all dem anderen noch) und das Aufwecken meines Großen wenn ich Schlafen gehe, ist eine Tortur, er wird einfach nicht munter :-(

Ich werde nur schön langsam nervös, weil ich von manchen höre: "da musst du Hormone geben". Das will ich aber nicht. Und nächstes Jahr muss er als Ratscherkind auswärts beim Ratschermeister schlafen und ich habe noch keinen Plan wie wir das machen sollen ohne dass er zum Gespött wird.

Die Homepage Club Mondkind hört sich sehr interessant an, werde ich mir genauer anschauen. DANKE!!!!

lg
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon Emma » So 29. Nov 2015, 23:53

Liebe emmi,
Wir haben das Thema zwar nicht in diesem Ausmaß, aber doch immer wieder nächtliche Hopperlas bei unserem 7 1/2 jährigen.
Nun habe ich deinen Beitrag zum Anlass genommen wieder über das Thema nachzulesen.

Zum einen habe ich mal gehört, dass Buben bis zur Pubertät "stehpinkeln" sollten, da dadurch die Blase besser entleert und dadurch auch besser trainiert wird. War angeblich die Aussage einer Urologin, habe selbst dazu aber noch keine fundierte fachliche Meinung gefunden.

Allerding bin ich nun auf eine andere interessante Sache gestoßen: Man liest mehrfach, dass es wichtig wäre die Kinder MEHR trinken zu lassen: Und zwar ganz wichtig von der Früh weg! Wird zuwenig getrunken, kann sich die Blase nicht ausreichend entwickeln, so die Begründung. Derzeit ist es bei uns so, dass mein Sohn zuhause noch frühstückt und Tee trinkt und in der Schule über die Schulmilchaktion auch noch sein fixes Getränk hat. Das war aber nicht immer so und ich werde sicher bei der nächsten "Überschwemmung" in diese Richtung aufmerksamer sein. Aber ich würde schon sagen, dass er lange Zeit kein besonders eifriger Trinker war...
Übrigens war er zwar mit 3 Jahren untertags Windelfrei, aber er kann generell schlecht zurückhalten.

lg Emma
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon Libelle » Mo 30. Nov 2015, 18:34

Liebe Emmi,
Mit P. hatten wir bis vor 1 1/2 Jahr bei extremen Stresssituationen solche Probleme. Es ist sogar manchmal in der Schule passiert. Dieses Jahr hatten wir keinen einzigen solchen Vorfall. Kann es sein, dass Dein größerer Sohn unter der Situation mitleidet und gestresst ist?
Bei einer Freundin hatte ihre Tochter sehr lange Probleme mit der Sauberkeit. Es hat mit Training funktioniert, sie hatte in der Unterhose eine Art Sensor, der geklingelt hat, als ein Harntropfen zu spüren war. Mit der Zeit hat sie gelernt, rechtzeitig aufs Klo zu gehen.
Ich wünsche Dir alles Gute!
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon aurora » Mi 16. Dez 2015, 10:09

Meine beiden Großen waren auch sehr lange nicht verlässlich trocken. Der Große mit Autismusspektrumsstörung bekam mit 6 diese Hormontabletten. Nach dem ersten Absetzen, machte er wieder ins Bett, das zweite Mal ließen wir sie seeeeehr langsam ausschleichen und seither ist das Bett nur noch sehr selten in Stresssituationen nass (er wird jetzt 11). Der zweite Sohn hat eine ziemliche SI-Störung. Er machte bis sechs relativ regelmäßig ins Bett, dann hin und wieder und seit er 7 ist praktisch gar nicht mehr. Ich glaub aber nicht, dass das mit Autismus oder SI-Störung zu tun hat. Es gibt sehr viele Kinder, die in der Nacht lange brauchen, bis sie trocken werden. Wenn es beim Kleinen nicht von selber besser geworden wäre, hätte ich ihm auch die Tabletten gegeben. Ab einem gewissen Alter (bei meinen beiden 5) wollten sie einfach keine Windel mehr.
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Re: Sauberkeit in der Nacht

Beitragvon emmi » Mi 16. Dez 2015, 10:45

Danke für die vielen Rückmeldungen.

Das mit dem Trinken würde bei uns leider passen. Mein Großer ist ein SEHR schlechter Trinker - immer schon gewesen (außer solange er an der Brust war :-)). Ich achte jetzt besonders darauf, dass er viel trinkt. Vorallem vormittags und nachmittags.
Spannend ist, dass wir seit längerer Zeit zur Bioresonanz gehen (eigentlich wegen anderen Sachen), doch vorige Woche sind das erste Mal "Hormone" in der Testung aufgepoppt. Diese wurden jetzt bioresonanztechnisch behandelt, es werden wohl noch 2 Behandlungen notwendig sein. Ich bin sooo gespannt was weiter passiert. Interessant ist, das er seit der Behandlung schon dreimal nachts von allein munter wurde und aufs Klo ging!!! Das war davor noch nie. Die Windel ist zwar trotzdem in der Nacht noch nass, aber ich denke das ist ein erster Anfang.

lg
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