Clumsy Child - was tun in der Freizeit?

Was machen wir in der Freizeit? Viele Freizeitangebote sind nicht geeignet für Kinder mit einer Beeinträchtigung, inklusive Veranstaltungen sind sehr selten. Fehlende Betreuung in der Freizeit auf der anderen Seite bedeutet auch eine Belastung für die ganze Familie.

Clumsy Child - was tun in der Freizeit?

Beitragvon viennawitch » Do 6. Jul 2017, 11:24

Ich bin neu hier, daher kurz zur Vorgeschichte: ich habe zwei tolle Jungs, die in ihrer Persönlichkeit so unterschiedlich sind, wie es nur sein kann. Der Große ist sehr wild, sehr schnell, gleichzeitig sehr schüchtern. Der Kleine ist ruhig, zurückgezogen und eigentlich der weniger schüchterne der Beiden. Beide sind sehr intelligente, aufgeweckte Jungs, wobei der Jüngere in Mathe noch besser ist als der Große.
Nun ist es so, dass der Kleine im motorischen Bereich sehr schlecht ist, was sich leider auch auf seine Schreibfähigkeit auswirkt. In der Schule ist er dadurch massiver Außenseiter, auch weil er sich an den "fitten" Kindern misst und mit diesen spielen möchte. Die Ergotherapeutin meinte "Clumsy Child Syndrom" - um dem Begriff Dyspraxie auszuweichen?
Nun weiß ich nicht mehr weiter: wie kann ich ihn unterstützen, damit er Freunde findet? Wo kann er Freunde finden? Ich suche seit über einem Jahr nach einer nicht-kompetitiven Möglichkeit für ihn, Bewegung/Sport zu machen. Er wird sehr wütend, wenn die anderen immer besser sind als er, im nächsten Schritt dann sehr traurig.
Er war schon in Ergotherapie (sensorische Integration), seit einem Jahr ist er im therapeutischen Klettern. Er macht Judo (funktioniert mehr schlecht als recht). Er schwimmt gerne - da gibt es aber nur die Schwimmschule Steiner, die für uns sehr schwer erreichbar ist und auch da wären alle anderen wahrscheinlich schneller als er....
Das war die Kurzvariante - antworte gerne auf Fragen!
viennawitch
 
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Re: Clumsy Child - was tun in der Freizeit?

Beitragvon Bippos Papi » Sa 8. Jul 2017, 10:34

Herzlich willkommen im Forum! Danke für deine Erzählung, ja das Problem mit den sportlichen Betätigungen ist wirklich nicht einfach. Besonders weil die meisten kompetitiv sind oder ein so ausgefeiltes Regelsystem haben, dass von barrierefrei keine Rede sein kann.

Also die Schwimmschule Steiner kann ich nur wärmstens empfehlen, es gibt sie ja inzwischen auch auf mehreren Standorten (Döbling, Wittelsbachstraße, Stadthallenbad ?). Wir hatten beide Kinder dort und es war die einzige Möglichkeit für den Kleinen, einen Sport zu erlernen, weil sie dort wirklich auf ihn eingegangen sind.

Klettertherapie hatte unserer auch, aber da waren wir nicht so glücklich damit. Ich hätte mir eher erwartet, dass die therapeutische Wirkung des Kletterns an sich genutzt würde, aber es war mehr Therapie mit ein bisschen Klettern.
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