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Selbsthilfe Wahrnehmungsstörung • Thema anzeigen - Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Der Zusammenhang zwischen neurologischen Störungen und der Ernährung wird aktuell stark diskutiert. Es gibt immer wieder Studien, die das belegen und zahlreiche Erfahrungen von Eltern, die das an ihren Kindern beobachten. Es gibt aber auch noch Zweifel daran. Grund genug, das ausführlich zu diskutieren.

Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon kleiner Prinz » So 10. Mai 2015, 09:13

Liebe Alle

Ich bin als Leserin schon lange hier dabei und möchte hier gerne unsere Geschichte und Erfahrungen mit Diäten teilen, nachdem ich in diesem Forum schon skeptische Meinungen gefunden habe, möchte ich unbedingt auch die andere Seite vorstellen.

Mir sind die damit verbundenen Schwierigkeiten hinlänglich bekannt. Es gibt kein Einkaufen ohne Studieren aller Inhaltsstoff-Listen, es gibt kein Essen gehen im Lokal ohne langen Interviews mit Koch und Kellner, Es braucht Extra-Behandlungen in Hort, KiGa, Schule und wo auch immer unsere Kinder ohne uns ihre Zeit verbringen. Ich weiß. Und doch. Der Gewinn ist es wert.

Als wir selbst damals mit Ärzten über die Möglichkeiten von Diäten gesprochen habe, ist uns vieles begegnet Skepsis, Warnungen über Risiken, Vorwürfe der Naivität und es wurde uns auch nahegelegt daran zu arbeiten endlich zu akzeptieren, dass Autismus als Erbkrankheit unheilbar ist und wir unser Kind mit solchen Experimenten gefährden.
Nachdem die Verantwortung für unser Kind vor allem in unseren Händen liegt und wir uns ja auch tief in die Materie versenkt hatten, ließen wir die Meinungen der Ärzte als deren Meinung stehen und taten was wir unserer Meinung nach zu tun hatten.

Unsere Geschichte

Unser Sohn war von Geburt an ein sehr gelassenes Kind. Er hat die Entwicklunsschritte halbwegs normal durchlaufen und begann mit einem Jahr zu gehen. Da ich in meinem Studium auch mit dem Thema Autismus, den Hintergründen, Diagnosekriterien, Ansätze der Behandlung auf Basis einer therapeutischen Beziehung usw. konfrontiert wurde - läuteten bei mir schon damals alle Alarmglocken, weil mein Sohn nur unter der Voraussetzung selbständig lief, dass er in der Hand einen Schlüsselbund vor sich her trug und seinen ganze Aufmerksamkeit bei dem Geräusch und Gehüpfe des Schlüsselbunds lag. Er lief, ohne auf etwa anderes zu achten, Hindernisse wie Wände, Gegenstände am Boden, etc. schien er nur bewältigen zu können, weil er sie irgendwie auswendig kannte. Motorisch war er mit der Zeit sehr geschickt, er war vor allem ein Klettermax und sprang aus irren Höhen (bis etwa 180) auf den Boden - ohne Angst, ohne Risikobewusstsein und in der Regel auch ohne Verletzungen.
Sprachlich gab es ganz wenige Worte, die wir als solche erkennen und identifizieren konnten. Die hörten wir dafür monatelang, ohne dass sie an einen bestimmten Kontext gebunden waren. Er reagierte nur sehr selten auf seinen Namen und auf Fragen und Ansprache reagierte er höchstens mit seinem aktuellen Lieblingswort, aber das war dann schon eher der Glücksfall.
Wir befürchteten zwar, dass er uns nicht oder nur schlecht hört, aber eine dahingehende Untersuchung war, wie jede andere, einfach nicht durchführbar, da er nicht ausreichend mitmachen konnte, bzw. aus Panik meist alles verweigerte, was irgendwie nötig gewesen wäre.
Nachdem wir selbst einfach viele verschieden Hör-tests (selbst spontan entworfene) mit ihm durch hatten, kamen wir auf das Ergebnis, das er zwar gut (sehr gut) hört, aber uns nicht verstehen kann und verbale als auch nonverbale Nachrichten nicht ausreichend decodieren kann.
Seine Interessen waren beschränkt auf Ventilatoren und alles was ich irgendwie dreht und auf ein Lieblingsbuch, das wir mit ihm damals stundenlang (!) jeden Tag anschauen mussten (und ihm dabei immer wieder dieselben fünf Gegenstände benennen).
Der Verdacht Autismus war also schon recht schnell da. Die Diagnose hat noch etwas gedauert, war aber dann keine Überraschung.

Die Hilfestellungen die ich bekam, waren leider sehr wenig hilfreich - es folgten naturgemäß Nächte über Monate in eigenständiger Internet Recherche. Der Entschluss es mal mit der GfCf Diät zu versuchen war schnell getroffen. Als ich damit begann war er drei Jahre alt
Es hat sich viel getan. Plötzlich merkten wir, dass er uns verstehen kann. Er lernte schnell einige neue Wörter dazu und konnte uns manchmal auch schon verständlich machen, was er haben will. In 2-Wort-Sätzen. Das waren unglaubliche Fortschritte für uns.
Wir bemerkten aber auch, dass einige Alternativen - z.B. Soya-Kakao - ihn schier unbändigbar (also extrem hyperaktiv) machten. Also musste Soja auch weg vom Speiseplan.
Wir blieben dann mal ziemlich lange dabei. Er bekam auch für Notfälle Enzyme, damit etwaige Sünden nicht so ins Gewicht fielen - allerdings hatte ich den Eindruck, dass er die auch nicht so gut vertrug.
Dann stießen wir auf die GAPS Diät, die noch weit umfangreicher in ihrem Konzept ist - also auch noch etwas schwieriger in der Umsetzung.
Nach einigen Monaten des Kraft Sammelns und einer persönlichen Einführung einer Mama, die das mit ihrem Sohn schon eine Zeit lang umsetzte - starteten wir. Das war wenige Wochen vor seinem 5. Geburtstag
Es war anstrengend. Aber:
Der erste Tag ohne Kohlehydrate war gleichzeitig auch der allererste Dialog mit unserem Sohn. Wir waren fassungslos, gerührt, voll Hoffnung und voller Motivation es wirklich durch zu ziehen.
Dann ging es in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag. Er lernte die Bedeutung der Wort "ja" und "nein" - die Erleichterung im Austausch lässt sich gar nicht beschreiben.
Statt seines ständigem Hin- und Herlaufend und mit den Händen "tapsens" konnte er plötzlich auch ruhig sitzen und interessierte sich für das Tun seiner Schwestern.
Er lernte unglaublich schnell, begann in ganzen Sätzen zu sprechen und Inhalte zu verstehen. So war es eine Riesenfreude, dass er seinen 5. Geburtstag wahrnahm. Er wusste, dass er Geburtstag hat, dass er fünf Jahre alt wird, dass die Geschenke für ihn sind und dass sie dazu da sind ausgepackt zu werden.
Die Geburtstage davor, interessierte er sich nur für das Geschenkpapier, aber erst als es (durch Hilfe der Schwester) von den Geschenken herunten war. Er wusste nicht was vor sich ging, kannte kein heute, morgen oder gestern, kannte keine Zahlen und keine Monate, keine Wochentag und keine Tageseinteilung.
Und plötzlich besprachen wir tagelang, wer aus seinem Umfeld wann Geburtstag hat - und er merkte sich von etwa 30 Personen die Geburtsmonate und das Alter. Es war so unglaublich, wenige Wochen davor konnten wir kein "Gespräch" mit ihm führen und uns nur körperlich oder musikalisch mit ihm in Beziehung begeben, wobei seine Sprache damals fast mehr musikalische Elemente enthielt als verbale.

Mittlerweile ist er sechseinhalb und wir sind sozusagen erfolgsverwöhnt. Er geht noch in den Kindergarten, und wird im September eingeschult.
Lesen und Schreiben kann er schon, damit hat er vor einem Jahr selbst begonnen - natürlich haben wir ihn unterstützt, aber wenn er es nicht gewollt hätte, hätten wir uns dabei die Zähne ausgebissen.
Er stellt mittlerweile Fragen, wenn er auch manchmal die Fragewörter verwechselt und beantwortet unsere. Momentan experimentiert (!) er sehr viel mit Prosodie - seine Sprache klingt nicht mehr mechanisch, sondern schon sehr "echt".

Es gibt noch viel zu lernen, aber wir haben viel Vertrauen. Er ist nach wie vor Autist, hat nach wie vor auch einige Tics und Rituale, aber die Nebelwand zwischen uns hat sich gelichtet und er ist neugierig geworden.
Er ist manchmal sehr um seine Schwestern besorgt und spielt - auf seine Art und Weise - auch gern mit Ihnen. Wenn er sich in seine Buchstabenwelt zurückzieht, dann nerven Sie ihn manchmal sehr, aber auch damit kommt er gut klar.
Der Vollständigkeit halber möchte ich deutlich machen, dass die Diät nicht die alleinstehende Behandlung war - nebenbei haben wir auch viel mit Nahrungsergänzungsmitteln auf der körperlichen Ebene getan und auch einige andere Therapie waren mit dabei.
Sonstige Therapien:
Musiktherapie (Luxus-Variante: Mama ist Musiktherapeutin, also viele viele viele Stunden jede Woche, vor allem als er noch klein war, mittlerweile weniger, da wir auch andere Wege zueinander haben),
Original Play (großartig auf der körperlichen Ebene - Spaß für alle)
Frühförderung mit TEACCH und PECS (war auch ok, aber erst nach erstem Diätstart deutlich sinnvoller),
Ergotherapie (hat leider mit der Therapeutin nicht so gepasst - fangen wir bald wo anders wieder an),
Reittherapie (liebt er)
Die Diät allein kann sehr sehr viel bewirken, ich würde sie aber nicht ohne andere Therapien einsetzen, genauso wie ich mit meiner heutigen Erfahrung allen empfehlen würde andere Therapien nicht alleine anzuwenden, sondern wirklich auch die Diät ergänzend dazu auszuprobieren. Wirkung zeigt sich spätestens nach einigen Monaten, eher aber schon nach einigen Tagen: es gibt nichts zu verlieren, aber so viel zu gewinnen.

Mittlerweile gibt es auch deutsche Literatur zum Thema, mit vielen vielen Rezepten - der Einstieg ist also schon ein bisschen leichter als er damals für uns war
http://www.amazon.de/Heile-deinen-Darm- ... words=gaps

Alles Liebe
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon Bippos Papi » So 10. Mai 2015, 18:02

Hallo "kleiner Prinz",

zuerst einmal herzlich Willkommen in unserem Forum! Ich freue mich sehr, dass du den Schritt gemacht hast und nun auch hier schreibst. Vielen Dank für deine ausführliche und und interessante Erzählung, die ich gut nachvollziehen kann. Sie hat einige Gemeinsamkeiten mit der Geschichte unseres Sohnes.

Zu den großartigen Fortschritten und Erfolgen deines Kindes beglückwünsche ich dich, ich weiß, wie viel es bedeutet, wenn sich nach so viel Arbeit und Bangen nun doch noch eine solche Entwicklung einstellt. Ich bin schon gespannt auf deine weiteren Beiträge.

Zu den "skeptischen Meinungen", die vielleicht zu einem Teil auch von mir stammen: Ich habe das immer auf unser Kind bezogen; jeder Autist ist anders und braucht auch seine spezielle Art des Umgangs mit ihm oder ihr. Bei unserem Sohn ist es so, dass er dann überdreht, wenn der hungert, also wenn sein Zuckerspiegel sinkt. Da hilft oft nur schnelle Nahrungszufuhr, um eine "Katastrophe" zu verhindern. Sonst hat er sich inzwischen schon sehr gut im Griff und hat auch eine prächtige Entwicklung hingelegt, aber genau da ist noch seine Schwachstelle. Leider ist er auch extremer Nahrungspezialist, das heißt, er verweigert strikt die meisten der gängigen Speisen; von ungewohnten ganz abgesehen, Soja kann ich vergessen. Und oft ist ein Käsetoast die letzte Rettung. Daher ist Diät für uns kein Thema, ich wüsste nicht wie. Alle Tricks, die beim Größeren so gut funktioniert hatten, versagen bei ihm.

Aber das heißt ja nicht, dass das Diätthema nicht bei anderen Kindern genau das richtige ist. Ich persönlich denke mir, dass in der Ernährungsfrage Druck machen nicht gut ist, weil der Stress mindesten ebenso schädlich sein kann, für die Kinder und auch für die Eltern. Ihr habt es ja richtig gemacht, da sich ja solche Entwicklungen eingestellt haben. Meist haben wir Eltern eh das beste Gespür, was den Kindern am meisten hilft. Ernährung ist halt immer gleich so ein emotionales Thema.

Die Therapien, die du erwähnst, hat unser Sohn auch alle gemacht, mit TEACCH fängt er leider jetzt erst an, es war nicht so einfach, einen Platz zu bekommen. Wo habt ihr das denn geschafft? Uns wurde immer versichert, dass die Erfolge, die er heute mit 9 Jahren hat, auf die konsequente therapeutische Betreuung und im Zusammenspiel aller Maßnahmen zurückzuführen ist; und ich glaube das auch. Vielleicht hätte ihm eine Diät auch früher zu den Erfolgen verholfen, wie in eurem Fall, aber wie gesagt, das war definitiv nicht möglich.

Aber was ihm tatsächlich sehr viel weiter gebracht hat, war die Musiktherapie, die bei ihm sprachlich schon mit 5 Jahren die ersten Durchbrüche geschafft hat. Toll, dass du auch Musiktherapeutin bist, vielleicht war der Anteil deines therapeutischen Erfolges bei den Fortschritten größer als du meinst? ;)

Liebe Grüße
Peter
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon kleiner Prinz » So 10. Mai 2015, 19:57

Hallo Bippos Papi,

Vielen Dank für den freundlichen, lieben Empfang.

Mein großes Anliegen, das mich heute morgen an den Computer gedrängt hat, war, dass ich meinen Sohn in einer wundervollen Interaktion mit seiner kleinsten Schwester beobachten durfte und voll Dankbarkeit noch mal Revue passieren ließ, wo wir vor knapp zwei Jahren gestanden sind. Und dann wollte ich einfach anderen Mut machen - den Mut, den ich damals selbst auch gebraucht habe.
Ich habe ja gar nichts gegen skeptische Meinungen, ganz im Gegenteil, die sind ja wichtig um sich ein Bild zu einem Thema zu machen, ich möchte nur dieses Bild so gerne ergänzen und damit gerade rücken.

Um Ehrlich zu sein, habe ich mehr als ein Jahr Kraft gesammelt, Erfahrungsberichte im world wide web gesucht, da es im deutschsprachigen sehr dünn damit gesät war. Ich habe mir Hoffnung gemacht, Bücher verschlungen, den Rat von Ernährungswissenschaftlern gesucht - um mir eine Meinung zu bilden und um nichts falsch zu machen.

Ich hatte riesige Ängste davor, es nicht zu schaffen. Mein Sohn war ein Kohlehydrat-Tiger und das Phänomen des plötzlich abfallenden Zuckerspiegels, das mit großen "Auszuckern" (im wahrsten Sinne) einherging kannte ich nur zu gut. Ebenso war er in seiner Auswahl sehr genau und sehr intolerant mit neuen Ideen - du hast mich grad an unseren täglichen Käsetoast erinnert, das hatte ich ja schon fast vergessen. :lol: Ist aber auch schon ewig her - damit war ja schon bei GfCf Schluss.
Der Schritt zur GAPS Diät ging erst, als ich wirklich, wirklich davon überzeugt war, dass ich ihn damit nicht gefährde und auch unsere Beziehung nicht aufs Spiel setze.

Vorbereitet hab ich damals alle außenstehenden mit inhaltlichen Erklärungen und Begründungen - die waren eh schon was gewöhnt von mir, weil ich ja davor mit GfCf unsere Ernährung so furchtbar verkompliziert habe. Meinem Sohn habe ich ein paar Wochen lang erklärt, dass wir bald den ganzen Tag nur Suppe mit Fleisch essen werden.
Und dann war der Tag da, den vor allem ich schon monatelang als großes furchtbesetztes Ding vor mir gesehen hab.
Wir hatten zum Frühstück Suppe. Er wollte nicht. Den Vormittag über war er frustriert, dass es nur Suppe gibt und kein Brot. In seinem Frust war er aber weit gelassener als befürchtet - er hat ein paar mal gefragt, dann ein paar Minuten geweint und dann ist er wieder gegangen. Ich dachte ja, er würde mir die Bude kurz und klein schlagen.
Mittags hat er schließlich Suppe akzeptiert. Und schwieriger ist es dann erst nach ein paar Tagen geworden - als ein die-off-reaction eingesetzt hat. Aber da war nicht Essen das Thema, sondern es kam nur die normale Hyperaktivität noch mal hoch, die wir ein paar Tag lang eben nicht hatten (und auch nicht vermisst hatten).

In Anbetracht dessen wieviele Wochen lang ich vor dem baldigen Diät-Start und seinem Umgang mit der plötzlichen Einschränkung einfach nur Angst hatte, war es easy.

Und ja, du hast Recht. Es muss eben das richtige sein und es muss vor allem mit einer inneren Überzeugung geschehen, dass das jetzt das Beste ist.
Ich seh das auch so, dass Ernährung ein furchtbar emotionales Thema ist, deshalb möchte ich unbedingt betonen, dass ich niemand missionieren will. Mir ist nur eingefallen, wie verzweifelt ich damals nach Erfahrungsberichten gesucht habe, um mir selbst Mut zu machen, um meine Überzeugung zu stärken, dass ich diesen Weg gehen darf/soll/kann/muss. Darum möchte ich mit diesem Bericht nun allen, die schon mal eine Diät in Erwägung gezogen haben, aber dann von allen möglichen Seiten wieder entmutigt wurden, einfach einen weiteren Grund bieten, es doch auszuprobieren, auch wenn es nicht alle gutheißen.

TEACCH hat die Frühförderin mit ihm begonnen und ich als Mutter hab es immer fortgesetzt - es hat aber damals bei unserem Sohn nicht so wahnsinnig viel gebracht. Das war noch vor der Diät, also konnten wir über Verständnis schon mal kaum etwas erreichen und dann hat sich einfach gezeigt, dass er nichts macht, was für ihn keinen Sinn ergibt. Und es ergab halt leider das wenigste Sinn für ihn. Auch die Belohnung war für ihn nicht reizvoll genug - es war also ein Wochenlanges Dilemma nach geeigneten Verstärkern zu suchen.
PECS hatten wir auch dabei, das hat er zwar nicht in der Form angewendet, wie es vorgesehen war, aber es hat in ihm eine große Liebe zu laminierten Karten und Karten überhaupt ausgelöst. Mittlerweile mag er Karten Immer noch, aber die ganz arge Fixierung ist überwunden (hoffe ich).
Eine Zeitlang waren dann die Karten der Verstärker, was sich natürlich nicht mit den Karten-basierten Aufgaben verbinden ließ. Die Tatsache, dass er lesen und schreiben kann, wiederum ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass er mit vielen vielen Karten versorgt war, die ihn mit Bildern und dem dazu passenden Schriftbild "fütterten". Hier wurde auch sehr deutlich, dass nicht für alle jede Strategie passt.
Während es für die TEACCH Arbeit vor allem wichtig war, dass er lernt bei seinem Arbeitsplätzchen sitzen zu bleiben um dort dann "etwas sinnvolles zu lernen" (Zuordnen von Farben - was er inhaltlich schon konnte) - hat er später die Mittel die ihm zur Verfügung gestellt wurden (Bildkarten) genommen um auf seine Art und Weise (herumlaufend und auf die Karte tapsend) das sinnvollste zu lernen was es dabei zu lernen gibt (lesen und dann auch schreiben).
Ich bin dankbar für den Input und auch dafür, dass er es für sich adaptieren durfte und auf welch beeindruckendes Ergebnis er dabei gekommen ist.
Laufen und Tapsen findet nach wir vor statt in seinem Leben - aber mittlerweile ist es eingebettet in ein auch zur Ruhe kommen, sitzen und Bücher lesen, schauen was die Schwestern spielen, Vögel im Garten beobachten etc.

Nur der Vollständigkeit halber - während der ersten Wochen der GAPS Diät, gab es überhaupt keine Therapiestunden, so wie auch schon einige Wochen davor. Der Erfolg ist als mit äußerst großer, fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf diese Diät zurück zu führen. Das war zwar gar nicht, um Evidenz basiert ganz sicher nur die Ernährungsumstellung als Wirkfaktor messen zu können, aber nachdem da ohnehin gerade einiges in Pause war und ich neben dem Diätstart, auch nicht mehr großartig viele Ressourcen über hatte um zusätzlich viel an therapeutischer Förderung selbst anzubieten, hat es sich einfach so ergeben.

Musiktherapie hat uns natürlich auch viel gebracht - es war ein paar Jahre lang mein fast einziges Fenster in einen gemeinsamen Raum mit ihm. Keine Ahnung wo wir heute stehen würden, ohne diese ganzen Therapien. Ich will es mir gar nicht ausmalen.

Original Play ist für uns für schwierige Zeiten ein wichtiger Punkt geblieben. Darauf möchte ich auch nicht verzichten, aber es braucht halt einen sicheren Platz zum toben, einen wo sich sicher niemand verletzen kann. Daheim super - unterwegs nicht durchführbar.

Wir haben auch schon öfter mal gehört, dass man merkt, dass er schon viel an Förderung erfahren hat, das freut mich sehr. Diese Meinungen äußern ja vor allem Menschen, die sehr viele autistische, oder in ihrer Wahrnehmung beeinträchtigte Kinder sehen. :)
Parallel dazu kenne ich aber auch die Blicke von Menschen, die vermutlich weniger Erfahrung in diesem Bereich haben, die auch nicht wissen können, was hinter dem Verhalten meines Sohnes steckt, die aber offensichtlich bemerken, wie "schlecht erzogen" sein Tun oft wirkt. :roll: Ich schätze mal, das kennen auch andere Eltern hier sehr gut.

Insgesamt bin ich aber mit ihm an einem Punkt angekommen, wo er meine kühnsten Erwartungen und Prognosen weit übertroffen hat und deutlich zeigt, dass er sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat. Ich bin also erfüllt von Hoffnung und Dankbarkeit.

Alles Liebe
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon Libelle » Di 12. Mai 2015, 22:01

Hallo kleiner Prinz,
Auch ein herzliches Willkommen von mir!
Wenn ich Deine Geschichte lese, denke ich an meinem neunjährigen Sohn. Die ist so ähnlich! Es freut mich, dass Dein Kind solche Fortschritte macht.
Mein Kind hat sehr früh Musik-, Ergotherapie und Logopädie bekommen.
P. hat auf PECS phantastisch reagiert, er begann zu sprechen. Die Reittherapie hat sein Selbstbewusstsein gestärkt und die Erfolge wurden mit der TEACCH gestärkt.
Was Du über Diäten schreibst, habe ich mit großem Interesse gelesen. Mein Sohn ist untergewichtig und extrem wählerisch. Wenn sein Blutzuckerspiegel singt, wird er so hyperaktiv, dass er sich nicht mehr im Griff hat. Dann muss er sofort was zum Essen bekommen, damit er runter kommt.
Ich bin froh, dass er überhaupt was isst, und je mehr er sich neurotypischer entwickelt, desto experimentierfreudiger wird er mit dem Essen. Ehrlich gesagt traue ich mir nicht, die relativ wenigen Sachen, die ihm schmecken, ihm wegzunehmen. Das heißt nicht, dass ich nicht auf seine Ernährung schaue. Ich schaue, dass ich in selbst gebackenen Waffeln viel Gemüse runterjuble.
Die Forenteilnehmerin Emmi hat auch ganz gute Erfolge mit Ernährungsumstellung gemacht.
Was zu P.s Entwicklung beigetragen hat, ist in meinen Augen die gelungene Kombinationstherapie, die sehr erfahrene Therapeuten gemacht haben. Was aber nicht heißt, dass es nicht andere Möglichkeiten gibt, diese Kinder zu fördern.
Ich freue mich auf Deine Beiträge.
LG Liobelle
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon kleiner Prinz » Di 19. Mai 2015, 18:53

Hallo Libelle,

danke auch für dein liebes Willkommen.
Deine Geschichte und die Hand in Hand übergreifenden Therapieerfolge kommen meinen Erfahrungen auch sehr nah.

Mein Sohn ist ein sozusagen eutrophes kleines Kerlchen, auch nicht übergewichtig, aber ich musste mir keine Sorgen machen, dass ich ihn existenziell gefährde. Wäre er untergewichtige hätte ich den Versuch vermutlich auch nicht so einfach riskiert.
Laut der Ärztin, welche diese Diät für Autisten (aber auch Morbus Crohn und andere Krankheiten) propagiert, wirkt sie gewichtsregulierend, also untergewichtige Menschen sollen dadurch also auch problemlos normalgewichtig werden. Trotzdem ist es eine große Hürde und auch mit viel größeren berechtigten Ängsten verbunden, wenn Essen eh schon ein so großes und schwieriges Thema ist.
Die Sache mit dem Blutzuckerspiegel haben wir mit der Diät in den Griff bekommen - eh klar, wir haben ja jetzt ohne Zucker auch keine so großartigen Schwankungen mehr.
Wählerisch ist er schon auch wieder. Ganz am Anfang der Diät, war alles was wir schrittweise neu eingeführt haben eine großartige Sensation, da hat er wirklich fast alles, was ich angeboten habe auch mit Freude gegessen. Mittlerweile gibt es aber wieder einiges, was er nicht so mag und anderes wo er gar nicht aufhören möchte, aber das kenn ich dann ja auch von mir ganz gut muss ich zugeben. ;)

Insgesamt ist es aber natürlich sicher die Kombination. Wenn die Diät bei uns auch ein wirklich wichtiger Booster war, so würde ich mich nicht nur auf eine Ernährungsumstellung allein verlassen und es auch niemanden raten als Alleinprinzip.

Wann habt ihr mit den Therapien begonnen? Und gab es auch immer wieder mal Rückschläge, oder war die Entwicklung halbwegs linear?

liebe Grüße

kleiner Prinz
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon Libelle » Mi 20. Mai 2015, 12:27

Hallo kleiner Prinz!
Es ist so schön zu lesen, wenn unsere Kinder solche Entwicklungen machen!
P.s Entwicklung ist nicht linear, wir hatten auch viele Rückschläge. Es waren meistens zwei Schritte vorne und einer zurück. Wir haben mit drei Jahren die Therapien begonnen. Zuerst war die Ergotherapie, die Therapeutin (Martina Mückler) war phantastisch und hat sehr viel bewegt. Später ist die Logopädie gekommen. Mit vier Jahren hatten wir von einer klinischen Psychologin die Vordiagnose: Verdacht auf Autismus usw. Wir haben in dem Zeitpunkt mit Musiktherapie bei Frau Mag. Tripammer begonnen. Die hat auch sehr viel bewegt.
Mit sechs Jahren, quasi vor der Schule sind wir zur Dr. Kathrin Hippler gegangen. Die gilt als beste Diagnostikerin im Bereich Autismus-Spektrum-Störung und sie hat die endgültige Diagnose gestellt. Sie und unser Kinderarzt haben uns sehr gut gecoacht , was für Therapien für P. sinnvoll wären. Sie sind wir auf PECS und später auf TEACCH gestoßen.
Die weiteren Entwicklungen mit PECS und TEACCH waren phänomenal, mit PECS konnte P. zum ersten Mal in zwei Wort Sätzen reden.
Momentan bekommen wir Unterstützung im Rahmen des TEACCH-Projektes von einem Praktikanten der Autistenhilfe, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht.

Das heilpädagogische Voltigieren hat P´s soziales Verhalten verbessert und sein Selbstwertgefühl gestärkt.

In der Schule geht es bergauf, die Lehrerinnen sind hoch motiviert, die großen Probleme, die wir letztes Jahr hatten, sind durch gute Zusammenarbeit und Kommunikation überwunden.

Wir können in der Zwischenzeit auch öffentliche Bäder besuchen, und P. fällt nicht auf.

P. hat vieles zum Nachholen, aber wir sind optimistisch, wenn wir diese Entwicklungen beobachten. In der Schule hat er ganz gute Noten bekommen!

Schmeckt Deinem Kind diese Art von Diäten? Darf er manchmal was "verbotenes" essen?
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon emmi » Mi 27. Mai 2015, 15:25

Hallo kleiner Prinz :-)!

Danke, dass du deine Erfahrung hier im Forum teilst.

Ja, wir beschäftigen uns auch intensiv mit Ernährung.
Vor guten 2 Jahren, haben wir Fructose und Kuhmilch (ersetzt durch Schafmilch) weggelassen und da hat sich enorm viel bei ihm getan. Natürlich haben wir in der Zeit auch viele Therapien gemacht (OTO-Training in Hamburg und Sensorische Integrationstherapie in Wien). Ich glaube auch, dass man weder das eine noch das andere ausschließen sollte (wenn man dazu bereit ist :-))

Interessant ist, dass ich mich auf Grund deines Schreibens wieder daran erinnere, dass ich einmal auf eine Zwischenmahlzeit vergessen habe. Mein Sohn war nicht mehr zu bendigen, erst als mir meine Freundin ein Zuckerl gegeben hat, hat sich alles wieder beruhigt (auch vor der Diät).

Vor ca. 4 Monaten haben wir seinen Urin in Amerika (eingefroren per Post) auf Peptide untersuchen lassen (begleitet von Frau Dr. Esser - kennengelernt am Autismuskongress in Wien). Mein Sohn hat auf Grund dessen, dass er das Milchkasein nicht korrekt aufspalten kann, KASEINMORPHIN im Urin!!!! Das ist ein Morphium ähnlicher Stoff (ein Arzt könnte das sicher genauer beschreiben - ich gebe es jetzt mal so wieder wie es mir erklärt worden ist bzw. ich es verstanden habe), der ins Gehirn eindringt und somit die Wahrnehmung eintrübt, Konzentration schwächt, Schmerzunempfindlichkeit fördert, etc.
Das würde auch erklären, warum die Kinder so auf diese Stoffe "abfahren" und scheinbar nichts anderes wollen (ähnlich einem Drogeneffekt).
Frau Dr. Esser und das Labor in Amerika haben uns somit empfohlen eine Milchcasein-, soja- und glutenfreie Diät zu machen (GfCf) - Soja weil es dem Milchcasein so ähnlich ist.
Milch haben wir gleich danach weggelassen, Gluten und Soja lassen wir erst seit voriger Woche weg. Nach dem Weglassen der Milch, habe ich bemerkt, dass er schlechter einschläft (es dauerte länger), ich ihm im Schlaf nicht mehr die Zehennägel schneiden konnte, das Sprachverständnis noch besser ist und dass die Kommunikation (wechselseitig) mit seinem Bruder auch besser geworden ist. Allerdings hat er jetzt auch stärkere Ängste. Ob und in wieweit ein Zusammenhang besteht, weiß ich nicht. Die nächsten Monate werden es aber hoffentlich zeigen (mir wurde gesagt, das Casein braucht 2-3 Wochen um den Körper zu verlassen, das Gluten 6-12 Monate!!)
Übrigens wir haben ihn auch mit Bioresonanz austesten lassen. Auch dort hat sich Soja, Milch und Gluten bestätigt (leider auch Eigelb).

Da sein Darm durch die Stoffe die er nicht richtig verarbeiten kann auch in Mitleidenschaft gezogen worden ist, machen wir auch eine Darmsanierung und arbeiten auch mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Therapeutisch machen wir weiterhin SI in der Praxis von Ulla Kiesling und ABA-Training in den Entwicklungsräumen in Klosterneuburg. Das Training in Klosterneuburg arbeitet sehr strukturiert und da die Psychologin auch Sonderschulpädagogin ist, ist das eine wirklich tolle Vorbereitung auf die anstehende Einschulung im Herbst.
Seit über 4 Jahren wird er auch homöopathisch unterstützt.

Ich kann auch bestätigen, dass eine Umstellung nicht von heute auf morgen geht und keinesfalls leicht ist. Es ist ein Prozess den nicht nur das Kind, sondern auch die Eltern/Geschwister bzw. auch das betreuende Umfeld mittragen muss. Die Logistik ist nicht immer leicht. Auf das Weglassen von Gluten und Soja habe ich mich seit 3 Monaten vorbereitet!!! Es geht auf keinen Fall von heute auf morgen. Mir haben dabei auch viele Gespräche mit anderen erfahrenen Mamas geholfen bzw. das Einlesen in die Diät (Buch von Frau Strasser)
Übrigens es lassen sich aus glutenfreiem Mehl (ich habe mir dafür eine neue Getreidemühle gekauft) herrliche Brote und Kuchen zaubern, die VIEL besser schmecken als die Glutenfreien-Fertigprodukte bzw. deren Ruf.
Für meinem Sohn ist die Umstellung interessanter Weise kein Problem (wir sollten unsere Kinder in manchen Sachen nicht unterschätzen). Wir haben als Familie umgestellt, d.h. vor und mit den Kindern essen wir nur geeignete Sachen. Mein zweiter Sohn liebt das neue Essen :-)

Bei der ersten Nahrungsmittelumstellung (Fructose/Kuhmilch - hier sei noch angemerkt, dass die Fructoseunverträglichkeit keinen Zusammenhang mit der Spektrumsstörung hat - liegt bei uns einfach in der Familie) musste mein Sohn auf seinen heißgeliebten Birnensaft verzichten. Ich hatte so Angst vorm ersten Tag!!!! Die Reaktion war dann gar nicht so heftig, wie ich es mir ausgemalt habe. Nach ein paar Tagen, war es dann schon selbstverständlich, dass es nur Wasser gibt.

Übrigens mein Sohn war immer extrem klein und untergewichtig. Nach der ersten Nahrungsumstellung ist er dann stark gewachsen. Scheinbar kann falsche Ernährung auch die körperliche Entwicklung hemmen - zumindest ist das meine Erfahrung.

lg
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon emmi » Di 14. Jul 2015, 14:55

Hallo,

ich möchte auch hier unsere ersten Erfahrungen/Ergebnisse mit der Diät teilen (für denjenigen, der meine anderen Beiträge zum Thema Ernährung auch gelesen hat, wird hier eine Wiederholung finden - ich möchte es nur der 'Vollständigkeit halber auch hier einfügen).

Da ich schon hier und auch in anderen Beiträgen einiges geschrieben habe, hier noch eine "kurze" Zusammenfassung unerer Chronologie:
vor ca. 2,5 Jahren haben wir Kuhmilch und Fructose weggelassen (da war er 4 Jahre alt)
Diese Nahrungsumstellung hat schon sehr viel gebracht. Neben der Kuhmilch ist auch der konventionelle Zucker weggefallen und somit waren auch sehr viele Produkte aus dem Supermarktregal nicht mehr möglich. Ich musste dann sehr viel selber machen. Somit sind Konservierungsstoffe, Bindemittel, Geschmackverstärker, ... auch großteils weggefallen. Zucker haben wir durch Reissirup und Traubenzucker ersetzt. Kuhmilch haben wir mit Schafmilch ersetzt.
Nach ca. einem halben/dreiviertel Jahr mußte ich rückwirkend feststellen, dass ich der Zeit sehr viel getan hat.

Vor ca. 5 Monaten haben wir seinen Urin nach Amerika geschickt --> Nachweis von Caseinmorphin.
Vor ca. 4 Monaten (da war er fast 6 Jahre) haben wir dann gänzlich Milch und Milchbestandteile weggelassen --> als ersters merkte ich es in der Kommunikation. Kleine wechselseitige Gespräche waren möglich.
Vor ca. 1,5 Monaten (da war er 6 Jahre 1 Monat) haben wir dann auch Gluten und Soja weggelassen (allerdings noch mit Spuren davon - habe noch alte Getreidemühle verwendet, Korn wo Spuren gewesen sein könnten)
Seit einem guten Monat sind wir gänzlich Soja-, Milch- und Glutenfrei

Wir merken seitdem vorallem Veränderung in der Sprache und in der Kommunikation. Wechselseitige Gespräche mit meinem Sohn sind möglich. Er erzählt viel und korrekt von Erlebtem. Ich kann auf einmal mit meinem Sohn im Auto plaudern. Das Spiel mit dem Bruder hat sich verbessert. Singt Lieder. Sagt auf einmal, dass er das Lied schon im Autoradio gehört hat, er ist irgendwie klarer, ...
Die SI-Therapeutin meinte, es ist ihr eine Verbesserung der Sprache schon vor 3 Wochen aufgefallen, aber beim letzten Termin vor 1 Woche hat sie gemeint es hat sich ENORM die Sprache verbessert (Gesprochenes, Verständnis, Kommunikation, vernetztes Denken, er legt schauspielerische Fähigkeiten an den Tag, erzählt und spielt mit viel Dramaturgie ). Sie meinte auch, dass die Diät u.a. so gut greifen kann, weil wir durch das OTO-Training in Hamburg und durch die Sensorische Integrationstherapie für unseren Sohn schon eine sehr gute Grundlage gelegt haben, auf der er jetzt durch die Stoffwechselentlastung gut aufbauen kann.
Die Kindergartenpädagogin habe ich auch gefragt, was sie die letzten Monate wahrgenommen hat: große Entwicklungsschritte, Verbesserung der Graphomotorik, Konzentration, er folgt verbalen Aufforderungen die für alle gelten, ohne dabei berührt werden zu müssen; keine monotonen Gespräche mit Gleichaltrigen.
Auch die Großeltern sind beeindruckt, wie er sich in der Sprache und Kommunikation verändert hat!

Wo sich leider gar nichts tut (oder vielleicht noch nicht) ist beim Zahlenverständnis, beim Zählen, beim Farbenennen und bei den Verwechslungen. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf bzw. üben wir viel mit ABA- und Teachansätzen.

Wir haben in der Zeit natürlich auch weiter unsere bisherigen gut laufenden Therapien gemacht (Sensorische Integrationstherapie, konstitutionelle homöopatische Behandlung, Training mit der Psychologin - ABA/Teach-Ansätze). Vorallem die Homöopathie ist genau in den Zeitraum reingefallen (1 Woche vor Gluten- und sojafrei mit Spuren).

Ich wollte anfangs auch nur Milch weglassen, jedoch hat mir das amerikanische Labor bzw. auch Fr. Dr. Esser empfohlen Soja- und Gluten zumindest für ein Jahr wegzulassen (da dabei oft im Labor falsch negativ getestet wird) um danach zu schauen ob er es verträgt. Soja ist dem Milcheiweiß sehr ähnlich.
Die Umstellung ist nicht einfach, zahlt sich aber aus. Jetzt bin ich es schon ein bisschen gewöhnt und es wird immer einfacher so zu leben. Gerne tausche ich mich auch im PN bereich oder telefonisch aus. Erprobte Rezepte helfen. Da wir recht "Süße" sind, habe ich auch schon tolle selbstgemachte Schokolade- (weiß und braun), saftige Kuchen und Eisrezepte .

Voriges Wochenende wo es so heiß war, er zu wenig Schlaf bekommen hat, ist es ihm wieder ein bisschen schlechter gegangen. Da hat er wieder seine Cousinen verwechselt, konnte seinen Onkel und seine Tante wieder nicht auf Fotos erkennen, hat wieder die Zunge gebissen, suchte wieder mehr seine "Fixierungen" und ist etwas angespannter. Woran dieses Auftreten liegt weiß ich nicht (Übermüdung, anfängliche Entzugserscheinungen von Gluten/Soja, höherer Fructose/Zuckerkonsum, "Kindergartenrauswurf" oder einfach das wellenartige Auftreten der autistischen Spektrums Störungen?????) Die Sprache hat sich aber in der Zeit nicht wieder verschlechtert :D .

lg emmi
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon Victoria2004 » Mo 9. Okt 2017, 11:38

Hallo, kleiner Prinz und alle anderen, die die GAPS Diät bei Ihrem autistischen Kind bereits ausprobiert habt!!!
Meine Tochter ist bereits 13 Jahre alt und, da die Diagnose erst mit 11 Jahren kam, wir beschäftigten uns mit den Diäten seid etwa 1,5 Jahren.
Die erste Diät war die GCSZ freie und hat wie eine Bombe eingeschlagen. Meine Tochter wurde innerhalb von 2 Tagen total klar im Kopf und hörte zum ersten Mal richtig, was zu ihr gesagt wurde.
Danach haben wir die Tests in USA machen lassen, verschiedene Ärzte aufgesucht, u.a. Dr. Esser, ihr einen Haufen Nahrungsergänzungsmittel verabreicht, leider erfolglos.
Sie hat Parasiten und das Buch von Kerry Rivera haben wir ebenfalls schon durch. Ach zudem auch die DMPS Ausleitung- eine Katastrophe.

Seid ca. 1 Woche machen wir GAPS Diät, die ganze Familie. Mein Mann hat seid 2 Jahren durchlässigen Darm und kann, ohne Schmerzen, kaum etwas essen. Meine 10 Jährige Tochter hat viele Allergien, u.a. gegen Milch, Gluten, Eier und Fructose. Auch diese beiden machen seid 1 Jahr die o.g. Diät ohne Gluten, Zucker, Soja und Milch.

In das Kochen habe ich mich inzwischen reingefuchst, fermentiere, machen selber Molke, koche Suppen, mach Sauerkraut, backe Brot aus Samen u.s.w.
Die Umstellung war auch hart. Der Verzicht auf Brot (gf) und auch Kartoffel fiel schwer. Meine Tochter war weinerlich, aggressiv und redete nur vom Essen. Inzwischen macht sie gut mit.
Meine Unsicherheit besteht darin, dass sowohl meine Tochter als auch mein Mann extrem schwach sind, sie sind total kraftlos. Meine Tochter schläft nachmittags buchstäblich ein.
Ich denke, dass kann doch nicht durch das Fehlen von Kartoffeln kommen, oder?
Sie bekommt täglich das beste Essen, Fleisch, Brühen, Obst, alles Bio!!
Hat ein bisschen abgenommen, was ihr aber nicht geschadet hat. Nur der große Bauch ist nach wie vor da...
Wer hat mit der GAPS Diät vergleichbare Erfahrungen gemacht, melde sich bitte!!

Herzlichen Dank im Voraus!!

Victoria2004
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Re: Diäten als Behandlung (GfCf, GAPS)

Beitragvon kleiner Prinz » Mo 9. Okt 2017, 23:44

Hallo Victoria2004,


Zunächst mal gratuliere ich zum Mut und zur Kraft um den Weg über Ernährungsumstellungen zu gehen und freu mich, dass ihr schon ähnliche positive Erfahrungen habt.

Ich kann natürlich nur Vermutungen anstellen, möchte aber trotzdem meine ersten Ideen dazu teilen.

Du beschreibst, dass ihr seit einer Woche diese Diät macht.
Je nachdem wie die Ernährung vor der Umstellung war, muss sich der Körper umstellen. Beim Verzicht auf, bzw. der drastischen Reduktion von Kohlehydraten muss sich der Körper/die Verdauung darauf einstellen Energie aus dem verstoffwechseln von Fett und Eiweiß zu gewinnen, statt wie bisher aus Kohlehydraten. Das kann zwei, drei Wochen dauern und verschiedene unerwünschte Nebeneffekte mit sich bringen - z.B. auch Schwäche und Müdigkeit, Kopfschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, Blähbauch, Frieren etc.
Es ist als müsste ein Dieselmotor mit Benzin klarkommen - nur dass unser Körper glücklicherweise in der Lage ist sich umzustellen, im Gegensatz zu unseren Autos.

Wir selbst hatten mit Müdigkeit und Schwäche keine Probleme - sofern ich mich erinnern kann, meine Protokolle von damals hab ich grade nicht parat (die schlummern in einem Umzugskarton…). An einen aufgeblähten Bauch kann ich mich dunkel erinnern, der ist aber dann auch bald verschwunden.

Nachdem die Umstellung des Stoffwechsels nur meine erste Hypothese ist, möchte ich gerne noch mehr wissen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel habt ihr denn alle bekommen?
Waren Pro- und Präbiotika auch dabei? Und wenn ja, welche?

Das Problem mit Nahrungsergänzungsmittel ist, dass die nicht immer gut aufgenommen werden können. Hier sind wir nämlich sehr von unserem Team an Darmbakterien abhängig, aus dem unser Mikrobiom besteht. Je nach Enterotyp, Grad an Dysbiose, dem Fehlen bestimmter Bakteriengattungen oder dem Vorhandensein von Parasiten, wird es schwierig, dass die zugeführten Nährstoffe auch am Ziel ankommen.
Es ließe sich zwar manches umgehen, indem es per Infusion oder subkutan verabreicht wird - aber ja, davon sind die wenigsten Kinder begeistert :? - ob mit oder ohne Wahrnehmungsstörung. (Ich wollt es nur der Vollständigkeit halber erwähnen - für manche ist es ja dann doch eine Option, die durchgeht.)
Außerdem ist auch nicht jede Galenik (also das worin die Nährstoffe oder Wirkstoffe eingepackt sind) für jeden geeignet, wobei ich denke, dass Fr. Dr. Esser diesbezüglich schon weiß, welche Präparate sie wem empfiehlt (etwa bei bekannten Unverträglichkeiten).

Und dann komme ich schon zur nächsten Frage: Kerry Rivera. Habt ihr da das ganze Programm durchgearbeitet? Also nur das Parasitenprotokoll, oder auch die Darmspülungen mit Chlordioxid (auch MMS genannt)? Die halte ich nämlich für sehr gefährlich und kontraproduktiv.
Es gibt eine lebhafte Kontroverse dazu. Die Art und Weise wie die geführt wird, die Heilungsversprechungen aus dem Buch und die sehr unwissenschaftliche Herangehensweise, die mehr von Verschwörungstheorien als von klinischen Studien lebt ist die eine Seite.
Dem steht auf der anderen Seite eine in sich nicht logische Erklärung für die Wirkung / den positiven Nutzen gegenüber.
Ich kann mir gut vorstellen, dass man mit diesem Mittel unerwünschte Darmbewohner los wird, aber die Idee, dass es nur die „bösen“ Darmbakterien eliminiert und die „guten“ in Ruhe lässt ist - gelinde gesagt - herzig. Es zerstört anaerobe Bakterien - also einen sehr großen Teil unseres Teams mit dem wir aus gutem Grund in friedlicher Symbiose leben (sollten).
Was über bleibt ist (bestenfalls) ein sehr durcheinander gebeuteltes Mikrobiom, wo sich der eine oder andere Stamm unwiederbringlich verabschiedet hat. Die Darmschleimhaut - auf deren Genesung wir eigentlich den Fokus unserer Bemühungen legen sollten - ist weiter angegriffen als davor und schlimmstenfalls ist sogar die Darmwand schwer geschädigt.
Die Folge eines solchen Massenmords im Darm ist m.E. katastrophal für unsere Verdauung, Nährstoffaufnahme, Immunabwehr etc.
Jedenfalls möchte ich hier an dieser Stelle sehr von Experimenten mit Chlordioxid abraten, ja dringend warnen.
Es gibt bessere Wege für die Darmgesundheit. :!:
Und ja, ich kann verstehen, dass man sich als Eltern auch mit diesem Buch auseinandersetzt - schließlich hab ich es ja auch im Kasten stehen und mich damit intensiv beschäftigt und damals viel darüber recherchiert, Studien und Meinungen dazu gesucht, gegenrecherchiert, :geek: versucht beide Seiten der Kontroverse einzunehmen etc.
Ich möchte da niemanden etwas vorwerfen, finde es aber wichtig meine (gewissenhaft gebildete) Meinung dazu hier anzubringen.

Und jetzt noch mal zurück zur Diät.

Habt ihr langsam auf die Volldiät umgestellt? Oder von einem Tag auf den anderen?
Führst du ein Ernährungsprotokoll? Ich weiß, es ist sehr mühsam, wo doch eh der andere Aufwand schon so enorm ist (Hut ab, dass du dich da schon so „reingefuchst“ hast.)
In diesem Protokoll lässt sich dann schnell mal rausfinden, ob die Müdigkeit nach bestimmten Lebensmitteln auftritt, jeden Tag zur gleichen Zeit, oder auch was sich sonst so tut in der gesamten Entwicklung.


Wäre ich in deiner Situation, würde ich - sofern die Schwäche nicht ein kritisches Ausmaß erreicht - Vorsichtig und achtsam weitermachen, mit großem Bedacht auf eine möglichst optimale Nährstoffversorgung - aber so engagiert wie du an die Sache herangehst, bist du da sicher ohnehin dahinter.

Eine weitere mögliche Ursache für Müdigkeit und Schwäche, die mir noch einfällt ist der die-off-Effekt, auch Herxheimer-Reaktion genannt. Dazu kommt es beispielsweise, wenn Pilze oder im Darm absterben - die sich bisher gut von den gelieferten Kohlehydraten mit-ernährt haben und nun verhungern. Dabei geben sie unter anderem das Neurotoxin Achtaldehyd ab - was auch zu Müdigkeit (und vielen anderen Symptomen) führen kann. Auch das geht vorbei - ist aber für die Leber sehr anstrengend. Darum empfiehlt es sich dabei die Leber mit beispielsweise Mariendistel (als Tee, Kapseln), Löwenzahn (Tee, Salat), Molybdän (über Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel) etc. zu unterstützen).
Und spätestens jetzt wird klar, dass eine solche Ernährungsumstellung kein kleines Ding für zwischendurch ist, sondern wahnsinnig viele Details bezüglich der richtigen Reihenfolge, Dosis, Zubereitungsart, etc. zu beachten sind... Ich empfinde es mittlerweile als Wissenschaft für sich, woran man da alles denken muss - aber eine lohnende Wissenschaft. :)

Was das Gewicht betrifft, so habe ich damals zu Beginn ein paar Kilos abgenommen - war auch kein großer Schaden ;) und mein Sohn eigentlich zwar nicht Gewicht abgenommen, aber ein anderes Verhältnis von Muskeln zu Energiereserven entwickelt. Da Muskelmasse schwerer ist als Fett, hat er bei gleichem Gewicht dann einfach eine sehr viel sportlichere Statur bekommen.

Ich wünsche dir viel Erfolg für dein Ernährungsprojekt, viel Kraft und vor allem auch, dass es deiner Familie und dir gut tut.
Meistens bin ich nicht so schnell mit Reaktionen - einfach, weil mein Leben ganz schön intensiv und zugepflastert ist und ich selten Zeit am Computer freischaufeln kann (und ich mich aber auch nie kurz halten kann... :roll: ) - aber wenn du Fragen hast, fühl dich frei, ich hoffe ich kann dir helfen.
Und ich bin auch gespannt, welche anderen Erfahrung, neben körperlicher Schwäche, ihr mit dieser Diät macht.

Alles Liebe

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