bin neu und stelle mich kurz vor, gefolgt von einer Frage

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bin neu und stelle mich kurz vor, gefolgt von einer Frage

Beitragvon Zuckerherz » Di 19. Jan 2016, 22:14

Hallo,
bin 45 Jahre alt und mein Sonnenschein um den es geht ist 5 und ein Mädchen.
Bin alleine, der Papa von ihr lebt 400 km weit weg, besucht uns jedes 2. Wochenende.
Habe keine Angehörigen in der Nähe.
Meine Kleine geht seit sie 3 ist in den Kindergarten ( Vormittags ). Von Anfang an gab es da Probleme, sie wurde geärgert.
Da sie unter einer Sprachentwicklungsstörung leidet ( durch Logopädie viel besser geworden, aber muss sie weiterhin haben, da noch viele Baustellen sind ) hatte sie Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen. Seit 10 Monaten bekommt sie eine Integrationsmaßnahme im Kindergarten ( einmal pro Woche kommt die Heilpädagogin ) hat auch schon was gebracht, seit ca. 6 Monaten ist meine Tochter freier geworden, sie hat ein paar Freunde im Kindergarten und sie spielt endlich mit.
Anfangs stand sie nur herum und hat beobachtet.
Nun kam raus, dass sie unter Wahrnehmungsstörungen leidet, sie hat kaum Selbstbewusstsein, ist ängstlich, mag keinerlei Veränderungen, braucht ihre Routine. Das größte Problem was wir haben ist das Thema " Toilette". Das große Geschäft macht sie immer noch in die Windel. Sie sagt mir aber bescheid dass sie groß muß und ich ihr eine Windel ummachen soll.
" Klein " macht sie auf der Toilette, aber ich muß ständig sie daran erinnern und sie bitten aufs Klo zu gehen, weil das lange einhalten ungesund ist.
Zu hause ist sie sehr albern, läßt sich uberhaupt nichts sagen von mir, wenn ich ihr etwas erkläre , z. B. wenn sie sich zu sehr mit Creme einschmiert ( macht sie irgendwie zur Entspannung ) ist es nicht gut für die Haut. Sie hört dann kurz auf und 5 Minuten später cremt sie weiter.
Sie albert und " afft " nur herum...ich bin wirklich ein fröhlicher Mensch und lache gerne, aber was sie abzieht ist eine reinste Blamage und manchmal gehen mir die Nerven durch, dann werde ich laut, schimpfe oder drohe ihr eins ihrer Lieblingskuscheltiere für einen Tag wegzuhnehmen. Hilft alles nichts.
Im Kindergarten ist sie derzeitig auch sehr albern und macht nur Blödsinn.
Die Erzieherin sagte mir wenn sie sich nicht im laufe des Jahres normalisiert komme sie auf die Förderschule.
Meine Frage: liegt das alles an der Wahrmehmungsstörung? Bessert sich das? Heilp. Reiten bekommt sie seit kurzem.
Für Anregungen, Tipps und Ideen sowie Ratschläge bedanke ich mich ganz herzlich.
Zuckerherz
 
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Re: bin neu und stelle mich kurz vor, gefolgt von einer Frag

Beitragvon Libelle » Mi 20. Jan 2016, 14:50

Hallo Zuckerherz, herzlich willkommen in unserem Forum! Hier kannst Du jede Menge Tipps und Informationen holen, die Deinen Alltag mit dem Kind erleichtern können. Alles was Du beschreibst, kommt mir bekannt vor, viele Kinder mit Wahrnehmungsstörungen benehmen sich ähnlich. Ich finde es toll, dass Deine Tochter Freundschaften im Kindergarten geknüpft hat.
Meine Frage : Wurde Deine Tochter ergotherapeutisch ausgetestet? Ich nehme an, ihr habt noch keine Austestung bezüglich Autismus gemacht.
Eine professionell erstellte Diagnose hat viele Vorteile: Man bekommt viel mehr Förderungen und Therapien bewilligt, was dem Kind zu Gute kommt. Es gibt sehr gute nicht medikamentöse Therapien wie PECS,TEACCH, die die Kommunikation und die soziale Interaktion erleichtern. In Deutschland werden viele PECS-Kurse für die Angehörigen angeboten. (www.pecs-germany.com)

Am Anfang ist die Ergotherapie sehr wichtig. Auch therapeutisches Reiten kann vieles bewirken.
Wir freuen uns auf Deine Beiträge!
LG Libelle
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Re: bin neu und stelle mich kurz vor, gefolgt von einer Frag

Beitragvon Bippos Papi » Fr 22. Jan 2016, 16:36

Herzlich willkommen in unserem Forum! Was du schilderst kommt mir alles sehr bekannt und vertraut vor, nicht nur von uns selber sondern auch von den vielen Beiträgen hier und Erzählungen von ebenfalls betroffenen Familien.

Ganz wichtig ist die therapeutische Abklärung und eine Diagnose. Die kann sich vielleicht im Lauf der Jahre ändern, aber es ist wichtig, dass du eine hast. Ich weiß nicht genau, was mit "Förderschule" gemeint ist, aber es klingt nicht nach einer integrativen oder inklusiven Maßnahme. Du solltest dir auf jeden Fall überlegen, welchen Weg du einschlagen möchtest, integrativ oder nicht. Wir haben uns eindeutig für den integrativen Weg entschieden, weil eine reine Sonderschule aus unserer Sicht nicht zur Entwicklung beiträgt. Und die Entwicklung von Bippo gibt uns recht. Viele Probleme konnten wir hinter uns lassen.

Ich freue mich auch aur deine Beiträge hier!

lg Peter
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Re: bin neu und stelle mich kurz vor, gefolgt von einer Frag

Beitragvon Beaherz » So 1. Mai 2016, 12:51

Hi Zuckerherz,
das klingt sehr vertraut in meinen Ohren. Für meinen Sohn war und ist ein durchorganisierter Alltag sehr wichtig. Es ist ein Halt, in einer Welt die durcheinander geraten ist. Aufmerksame Fürsorge in Kombination mit Erziehung ist ein Balanceakt. Mein Sohn reagierte und reagiert, oft mit diesem Verhalten auf Überforderung. In wie weit es auf euch zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Doch es könnte ein Ansatz sein. Auch auf Veränderungen in Lebenssituationen, gab es ähnliches Verhalten. Gibt es schon eine Diagnose vom Arzt? :)
Beaherz
 
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